5. Österreichische Down-Syndrom-Tagung

Vergangenes Wochenende hat bereits zum 5. Mal die Österreichische Down-Syndrom-Tagung in St. Virgil/Salzburg stattgefunden. Wir haben dort zum ersten Mal auch unseren eigenen Stand gehabt und konnten so vielen BesucherInnen der Tagung, von unserer Arbeit berichten. Darüber hinaus hat es uns sehr gefreut zu erleben, wie vielfältig und abwechslungsreich das Angebot an Freizeitgestaltung und Lernmethoden für Menschen mit Down Syndrom mittlerweile geworden ist. Dies zeigt, dass in diesen Bereichen einiges vorangeht und sich zum Positiven entwickelt.

Ein besonderes Highlight der Tagung war die inspirierende Rede von Pablo Pineda, dem ersten Europäer mit Down Syndrom und Hochschulabschluss. Unter dem Motto „Fähigkeiten brauchen Möglichkeiten“ hat der junge Mann, der eine wirklich außergewöhnliche Persönlichkeit und viel Charme und Humor besitzt, bei der Tagung über sein Leben gesprochen.

 

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Unser Stand mit der Vertreterin der Down Syndrom Ambulanz, Ingrid Teufel

Beitragsbild © Ernst Chalaupka

Mit „Alice im Wünsche-Land“ wurde wieder einmal bewiesen, was für künstlerische Talente es in unserem Land gibt, und wie wichtig es ist, diese zu fördern. Die Produktion war äußerst professionell und, mit den bunten Kostümen und Requisiten, fantastisch inszeniert.
Besonders beeindruckt hat mich natürlich das improvisatorische Talent unserer lieben „Grinsekatze“ Fiona, welche ja auch im echten Leben immer einen guten Spruch drauf hat.
Ein großes Kompliment an „Ich bin O.K.“, ein wirklich großartiger Verein, der sich für mehr Toleranz einsetzt. Dies liegt mir persönlich auch sehr am Herzen, da wir einige Menschen mit besonderen Bedürfnissen in unseren Unternehmen beschäftigen.
Mario Plachutta, Plachutta Restaurants

Die Tänzerinnen und Tänzer des inklusiven „Ich bin O.K.“-Tanzstudios berührten mit ihrer neuesten Produktion die Herzen von Groß und Klein! Das engagierte Team um hat schier Unglaubliches geschafft, denn pandemiebedingt musste diese neue Produktion mehrfach verschoben werden und mit Unsicherheiten kämpfen.
Obwohl virtuelle Räume die vielen Dimensionen eines gemeinsames (Er)arbeiten in Präsenz nicht bieten können, wurden sie genutzt. Tanzen und Proben wurden rasch via Zoom angeboten, bewegungshungrig aufgenommen und trotz der sinnlichen Begrenztheit unermüdlich weitergeführt. Das Online-Training wurde zum fixen Bestandteil der Woche und bot Strukturierung, Abwechslung und Zielsetzung. Die jugendlichen und erwachsenen TänzerInnen entwickelten dadurch neue Medienkompetenzen, die sie auch anderweitig nutzen konnten. Ab dem Moment, in dem persönliches Begegnen wieder möglich war, wurde intensiv geprobt. Die Überbrückung des Lockdowns und alle die damit verbundenen Anstrengungen haben sich wahrlich gelohnt:
An den strahlenden Sommertagen und –abenden des 26. und 27. Juni 2021 lösten Christine Kortschak und Magdalena Tichy als Alice in abenteuerlichen Begegnungen das Rätsel der emotionalen Kälte der Herzkönigin. Mit Hilfe aller TänzerInnen, die persönliche Ideen und Wünsche in phantasievollen Szenen realisieren konnten, brachten sie ihr die verlorene Herzenswärme zurück! Diese wird in Krisenzeiten umso mehr benötigt, um Spaltung, Ausgrenzung und Ängsten vorzubeugen.
Daher haben uns die die Masterminds Hana Zanin Pauknerová und Attila Zanin mit dieser Produktion ein riesengroßes Geschenk gemacht und ins Rote (Herz, Liebe, Freude,…) getroffen!
Karin Lebersorger, Kinder- und Jugendlichenpsychologin