Das FREDELE-Video ist fertig

COURTIER & OKMA haben den Song „FREDELE“ geschrieben. Im Video sind viele TänzerInnen von „Ich bin O.K.“ zu sehen.
Ich bin O.K.

COURTIER & OKMA haben den Song „FREDELE“ geschrieben und mit dem Produzenten Relups und dem Verein „Demokratische Stimme der Jugend“ ein Video dazu gedreht.

Im Oktober 2019 haben mit TänzerInnen von „Ich bin O.K.“ nach Solo-Aufnahmen in einem Filmstudio beim MuseumsQuartier ein Flashmob abgehalten und anschließend im O.K.-Studio eine Partyszene gedreht.

Jetzt ist das Video fertig:

„Sind wir nicht alle ein bissele behindert?“ – Diese Frage stellen sich die beiden Künstler COURTIER & OKMA in ihrer Kollaboration für das FREDELE-Projekt. FREDELE bedeutet nichts anderes als: FREund DEs LEbens sein. „Egal wie du tanzt, egal was du fühlst, egal was du kannst – Sei ein FREDELE“, singen die beiden. 

Okma hat Trisomie 21, was in der modernen Kultur als „Behinderung“ verstanden wird. Doch was passiert, wenn Menschen in diese Schublade gesteckt werden, erzählt Okma in seinem Part. Menschen wie er werden an den Rand der Gesellschaft gedrängt und systematisch diskriminiert. Dagegen ruft er zum Widerstand auf. „Downies aller Welt, macht was euch gefällt / Tanzt wie ihr wollt und entscheidet alles selbst!“

Courtier dagegen stellt sich die Frage, ob nicht alle Menschen irgendwo eine Behinderung haben und demnach ein #bisselebehindert sind. Müssen wir über sogenannte Behinderungen heute neu nachdenken? In seinem Part erzählt er von seiner Schwierigkeit, Gefühle zu zeigen und authentisch zu sein. Damit attestiert er sich selbst eine Behinderung und verdeutlicht, dass alle Menschen irgendwo eine Behinderung haben, aber dass es darauf nicht ankommt. Worauf es ankommt ist, ob man ein Freund des Lebens ist oder nicht. „Bevor sich Diskriminierung hier noch weiter verschlimmert / Frag ich euch: Sind wir nicht alle, ein bissele behindert?“

Bereits im Frühjahr 2019 trafen sich die beiden Künstler, um an drei Tagen das Lied für das Projekt zu schreiben. Dort produzierten sie mit dem Produzenten Relups den gesamten Song und planten das Musikvideo, welches sie innerhalb von einer Woche im Oktober 2019 drehten. Unterstützt wurden sie dabei von der Demokratischen Stimme der Jugend e. V., Kemperly Film Produktion, Aktion Mensch, Demokratie Leben Göppingen, der Oper Wien – und „Ich bin O.K.“.

Mit „Alice im Wünsche-Land“ wurde wieder einmal bewiesen, was für künstlerische Talente es in unserem Land gibt, und wie wichtig es ist, diese zu fördern. Die Produktion war äußerst professionell und, mit den bunten Kostümen und Requisiten, fantastisch inszeniert.
Besonders beeindruckt hat mich natürlich das improvisatorische Talent unserer lieben „Grinsekatze“ Fiona, welche ja auch im echten Leben immer einen guten Spruch drauf hat.
Ein großes Kompliment an „Ich bin O.K.“, ein wirklich großartiger Verein, der sich für mehr Toleranz einsetzt. Dies liegt mir persönlich auch sehr am Herzen, da wir einige Menschen mit besonderen Bedürfnissen in unseren Unternehmen beschäftigen.
Mario Plachutta, Plachutta Restaurants

Die Tänzerinnen und Tänzer des inklusiven „Ich bin O.K.“-Tanzstudios berührten mit ihrer neuesten Produktion die Herzen von Groß und Klein! Das engagierte Team um hat schier Unglaubliches geschafft, denn pandemiebedingt musste diese neue Produktion mehrfach verschoben werden und mit Unsicherheiten kämpfen.
Obwohl virtuelle Räume die vielen Dimensionen eines gemeinsames (Er)arbeiten in Präsenz nicht bieten können, wurden sie genutzt. Tanzen und Proben wurden rasch via Zoom angeboten, bewegungshungrig aufgenommen und trotz der sinnlichen Begrenztheit unermüdlich weitergeführt. Das Online-Training wurde zum fixen Bestandteil der Woche und bot Strukturierung, Abwechslung und Zielsetzung. Die jugendlichen und erwachsenen TänzerInnen entwickelten dadurch neue Medienkompetenzen, die sie auch anderweitig nutzen konnten. Ab dem Moment, in dem persönliches Begegnen wieder möglich war, wurde intensiv geprobt. Die Überbrückung des Lockdowns und alle die damit verbundenen Anstrengungen haben sich wahrlich gelohnt:
An den strahlenden Sommertagen und –abenden des 26. und 27. Juni 2021 lösten Christine Kortschak und Magdalena Tichy als Alice in abenteuerlichen Begegnungen das Rätsel der emotionalen Kälte der Herzkönigin. Mit Hilfe aller TänzerInnen, die persönliche Ideen und Wünsche in phantasievollen Szenen realisieren konnten, brachten sie ihr die verlorene Herzenswärme zurück! Diese wird in Krisenzeiten umso mehr benötigt, um Spaltung, Ausgrenzung und Ängsten vorzubeugen.
Daher haben uns die die Masterminds Hana Zanin Pauknerová und Attila Zanin mit dieser Produktion ein riesengroßes Geschenk gemacht und ins Rote (Herz, Liebe, Freude,…) getroffen!
Karin Lebersorger, Kinder- und Jugendlichenpsychologin