Fachtagung in Linz

„Ich bin O.K.“ war im September zu Gast bei der Fachtagung von Persönliche Assistenz in Linz.
Ich bin O.K.

Anlässlich 20 Jahre Persönliche Assistenz in Oberösterreich veranstaltete die Persönliche Assistenz GmbH gemeinsam mit dem Sozialressort des Landes Oberösterreich am 22. September 2021 eine Fachtagung zum Verhältnis der Gesellschaft zu ihren Mitgliedern mit Unterstützungsbedarf. – Mit dabei: „Ich bin O.K.“.

Diese und andere Fragestellungen standen im Mittelpunkt der Fachtagung, die im Landeskulturzentrum Ursulinenhof in Linz stattfand:

  • Wie hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten der Umgang der Gesellschaft mit ihren Mitgliedern, die Unterstützung benötigen, verändert?
  • Wie muss Sozialarbeit und professionelle Hilfe umgestaltet werden, wenn Klientinnen und Klienten Auftraggeberinnen und Auftraggeber sind und mehr selbst entscheiden?
  • Was motiviert einen Menschen, einen anderen zu unterstützen?

Das Konzept der Persönlichen Assistenz wandelt das Verhältnis der Gesellschaft zu Personen, die Unterstützung benötigen. Dieser Wandel wurde aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und diskutiert. In den Vorträgen wurde das Erreichte sichtbar gemacht und gewürdigt, auf das Nicht-Erreichte hingewiesen und die Gegenwart kritisch betrachtet.

Zu Gast waren außerdem die Schriftstellerin Birgit Birnbacher und der Aktivist und Schriftsteller Erwin Riess. Außerdem wurden Fotographien aus dem Projekt „Menschenbilder“ gezeigt.

Mit „Alice im Wünsche-Land“ wurde wieder einmal bewiesen, was für künstlerische Talente es in unserem Land gibt, und wie wichtig es ist, diese zu fördern. Die Produktion war äußerst professionell und, mit den bunten Kostümen und Requisiten, fantastisch inszeniert.
Besonders beeindruckt hat mich natürlich das improvisatorische Talent unserer lieben „Grinsekatze“ Fiona, welche ja auch im echten Leben immer einen guten Spruch drauf hat.
Ein großes Kompliment an „Ich bin O.K.“, ein wirklich großartiger Verein, der sich für mehr Toleranz einsetzt. Dies liegt mir persönlich auch sehr am Herzen, da wir einige Menschen mit besonderen Bedürfnissen in unseren Unternehmen beschäftigen.
Mario Plachutta, Plachutta Restaurants

Die Tänzerinnen und Tänzer des inklusiven „Ich bin O.K.“-Tanzstudios berührten mit ihrer neuesten Produktion die Herzen von Groß und Klein! Das engagierte Team um hat schier Unglaubliches geschafft, denn pandemiebedingt musste diese neue Produktion mehrfach verschoben werden und mit Unsicherheiten kämpfen.
Obwohl virtuelle Räume die vielen Dimensionen eines gemeinsames (Er)arbeiten in Präsenz nicht bieten können, wurden sie genutzt. Tanzen und Proben wurden rasch via Zoom angeboten, bewegungshungrig aufgenommen und trotz der sinnlichen Begrenztheit unermüdlich weitergeführt. Das Online-Training wurde zum fixen Bestandteil der Woche und bot Strukturierung, Abwechslung und Zielsetzung. Die jugendlichen und erwachsenen TänzerInnen entwickelten dadurch neue Medienkompetenzen, die sie auch anderweitig nutzen konnten. Ab dem Moment, in dem persönliches Begegnen wieder möglich war, wurde intensiv geprobt. Die Überbrückung des Lockdowns und alle die damit verbundenen Anstrengungen haben sich wahrlich gelohnt:
An den strahlenden Sommertagen und –abenden des 26. und 27. Juni 2021 lösten Christine Kortschak und Magdalena Tichy als Alice in abenteuerlichen Begegnungen das Rätsel der emotionalen Kälte der Herzkönigin. Mit Hilfe aller TänzerInnen, die persönliche Ideen und Wünsche in phantasievollen Szenen realisieren konnten, brachten sie ihr die verlorene Herzenswärme zurück! Diese wird in Krisenzeiten umso mehr benötigt, um Spaltung, Ausgrenzung und Ängsten vorzubeugen.
Daher haben uns die die Masterminds Hana Zanin Pauknerová und Attila Zanin mit dieser Produktion ein riesengroßes Geschenk gemacht und ins Rote (Herz, Liebe, Freude,…) getroffen!
Karin Lebersorger, Kinder- und Jugendlichenpsychologin