„Ich bin O.K.“ bei Soho in Ottakring

Edgar Lliuya hat für „Soho in Ottakring“ die Performance „Warte“ mit Mitgliedern der von ihm geleiteten Tanzstudio-Gruppe „Kreativer Tanz“ verwirklicht.
Ich bin O.K.

Edgar Lliuya hat für „Soho in Ottakring“ die Performance „Warte“ mit Mitgliedern der von ihm geleiteten Tanzstudio-Gruppe „Kreativer Tanz“ verwirklicht. 

„Warte“ war ursprünglich als Performance & Installationsentwurf geplant. Da „Soho in Ottakring“ heuer nur online stattfindet, gibt es von der Performance „nur“ ein Video zu sehen – und die Installation der Werkstatt von „KOMM“ (Freizeitzentrum des Vereins „GIN“) konnte gar nicht gezeigt werden.

Der schwarze Punkt

Die Performance basiert auf der Geschichte “Der schwarze Punkt”: Auf ein weißes Papier ist ein Punkt gemalt. Was sieht man da? Jede/r sieht den Punkt und sonst nur Leere. – Aus einer Beobachtung wird eine philosophische Frage, die in der Performance reflektiert wird.

Hier ist das Video zu sehen.

© Lorenza Cancian

Ein Spiel aus Choreografie und Solos gibt Einblick in den freien Ausdruck der Performer_innen, die mehr als den Punkt suchen. Sie schöpfen aus ihrem kreativen Tanz und entwerfen ihren eigenen Ausdruck. Aus physischen und psychischen Hindernissen werden Bewegungen erschaffen, die viel mehr zeigen als einen schwarzen Punkt. Die Performer_innen exponieren sich in einer Welt, die Anderes gewohnt ist.

 

Bericht im Kinder-Kurier

Anfang Juni war Heinz Wagner vom Kinder-Kurier bei einer Probe dabei und hat einen sehr schönen, ausführlichen Bericht mit vielen Fotos geschrieben:
Aus dem Abseits ins Zentrum tanzen

Mit „Alice im Wünsche-Land“ wurde wieder einmal bewiesen, was für künstlerische Talente es in unserem Land gibt, und wie wichtig es ist, diese zu fördern. Die Produktion war äußerst professionell und, mit den bunten Kostümen und Requisiten, fantastisch inszeniert.
Besonders beeindruckt hat mich natürlich das improvisatorische Talent unserer lieben „Grinsekatze“ Fiona, welche ja auch im echten Leben immer einen guten Spruch drauf hat.
Ein großes Kompliment an „Ich bin O.K.“, ein wirklich großartiger Verein, der sich für mehr Toleranz einsetzt. Dies liegt mir persönlich auch sehr am Herzen, da wir einige Menschen mit besonderen Bedürfnissen in unseren Unternehmen beschäftigen.
Mario Plachutta, Plachutta Restaurants

Die Tänzerinnen und Tänzer des inklusiven „Ich bin O.K.“-Tanzstudios berührten mit ihrer neuesten Produktion die Herzen von Groß und Klein! Das engagierte Team um hat schier Unglaubliches geschafft, denn pandemiebedingt musste diese neue Produktion mehrfach verschoben werden und mit Unsicherheiten kämpfen.
Obwohl virtuelle Räume die vielen Dimensionen eines gemeinsames (Er)arbeiten in Präsenz nicht bieten können, wurden sie genutzt. Tanzen und Proben wurden rasch via Zoom angeboten, bewegungshungrig aufgenommen und trotz der sinnlichen Begrenztheit unermüdlich weitergeführt. Das Online-Training wurde zum fixen Bestandteil der Woche und bot Strukturierung, Abwechslung und Zielsetzung. Die jugendlichen und erwachsenen TänzerInnen entwickelten dadurch neue Medienkompetenzen, die sie auch anderweitig nutzen konnten. Ab dem Moment, in dem persönliches Begegnen wieder möglich war, wurde intensiv geprobt. Die Überbrückung des Lockdowns und alle die damit verbundenen Anstrengungen haben sich wahrlich gelohnt:
An den strahlenden Sommertagen und –abenden des 26. und 27. Juni 2021 lösten Christine Kortschak und Magdalena Tichy als Alice in abenteuerlichen Begegnungen das Rätsel der emotionalen Kälte der Herzkönigin. Mit Hilfe aller TänzerInnen, die persönliche Ideen und Wünsche in phantasievollen Szenen realisieren konnten, brachten sie ihr die verlorene Herzenswärme zurück! Diese wird in Krisenzeiten umso mehr benötigt, um Spaltung, Ausgrenzung und Ängsten vorzubeugen.
Daher haben uns die die Masterminds Hana Zanin Pauknerová und Attila Zanin mit dieser Produktion ein riesengroßes Geschenk gemacht und ins Rote (Herz, Liebe, Freude,…) getroffen!
Karin Lebersorger, Kinder- und Jugendlichenpsychologin