Dance Company 2020/21
„UN/gleich, aber jeder möchte“

Ich bin O.K.

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Wien-Premiere ursprünglich geplant für März, dann für Dezember 2020.
Auch die Aufführungen in Graz (November ‘20), Dresden (April ‘21) und Reutlingen (Mai ‘21) mussten abgesagt werden.

Neue Termine

  • 6. & 7. November 2021, InTakt-Festival, Graz
  • 1. & 2. Dezember 2021, Spectact Festival, Innsbruck

Schirmherrschaft:  Bürgermeister Dr. Michael Ludwig

Fotos einer Aufführung ohne Publikum.

„UN/gleich, aber jeder möchte“

Probefoto „UN/GLEICH“Wie würde die Welt aussehen, wenn wir alle gleich wären? Andererseits: Wie
viele Eigenbrötler verträgt eine Gesellschaft? – „UN/gleich, aber jeder möchte“ ist ein sozialkritisches Stück über Gleichheit und Ungleichheit, das vor allem ein junges Publikum dazu anregen soll, sich selbst und die eigenen Vorstellungen zu hinterfragen.

Wer sein eigenes Tun wenig reflektiert und blind nach Zugehörigkeit strebt, der läuft Gefahr, sich besonders stark von der Masse oder vermeintlichen Autoritäten beeinflussen und lenken zu lassen. Dennoch bemerken wir bei uns allen immer wieder das Bedürfnis, Teil eines größeren Ganzen zu sein, sei es einer Religionsgemeinschaft, einer Partei oder der Gruppe der Beliebten am Schulhof. Und wir stoßen auf einen paradoxen Umstand: während wir nach Uniformität streben, verspüren wir doch die Gier danach, etwas Besonderes zu sein.

Neun ausgebildete TänzerInnen
mit und ohne Behinderung

Probefoto „UN/GLEICH“Sechs ausgebildete TänzerInnen mit Behinderung und drei Profi-Tänzerinnen ohne Behinderung wählen in der Produktion „UN/gleich, aber jeder möchte“ das Motiv der (Un)Gleichheit als Ausgangspunkt für eine tiefergehende Auseinandersetzung mit dem universalen menschlichen Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Konfrontiert mit der identitätsstiftenden Frage nach dem „Wer bin ich?“, wollen sie unweigerlich auch herausfinden, wieviel von einem selbst im gesellschaftlichen Gefüge überhaupt erhalten bleibt. 
Schonungslos nimmt die Gruppe ihre eigenen Verhaltensmuster und Beweggründe ins Visier und lädt auch das Publikum zur Selbstreflexion ein.

Die Dance Company stellt sich auf der Bühne großen Fragen wie: Wer bin ich wirklich? Was macht mich aus? Was an meiner Persönlichkeit ist sozial konstruiert und was nicht?
Zeitgenössisches Tanztheater mit Urban Styles und Live-Rap.

TänzerInnen & Live-Rap

TänzerInnen: Simon Couvreur, Maira Horvath, Lina Hufnagl, Raphael Kadrnoska, Niklas Kern, Maria Naber, Anna Prokopová, Alexander Stuchlik, Sophie Waldstein
Live-Rap: Markus Samek

Probefoto „UN/GLEICH“

Leading Team

  • Kirin Espana, Dramaturgie & Choreografie
  • Attila Zanin, künstlerische Leitung & Choreographie
  • Hana Zanin Pauknerová, dramaturgische & choreographische Assistenz

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Mit „Alice im Wünsche-Land“ wurde wieder einmal bewiesen, was für künstlerische Talente es in unserem Land gibt, und wie wichtig es ist, diese zu fördern. Die Produktion war äußerst professionell und, mit den bunten Kostümen und Requisiten, fantastisch inszeniert.
Besonders beeindruckt hat mich natürlich das improvisatorische Talent unserer lieben „Grinsekatze“ Fiona, welche ja auch im echten Leben immer einen guten Spruch drauf hat.
Ein großes Kompliment an „Ich bin O.K.“, ein wirklich großartiger Verein, der sich für mehr Toleranz einsetzt. Dies liegt mir persönlich auch sehr am Herzen, da wir einige Menschen mit besonderen Bedürfnissen in unseren Unternehmen beschäftigen.
Mario Plachutta, Plachutta Restaurants

Die Tänzerinnen und Tänzer des inklusiven „Ich bin O.K.“-Tanzstudios berührten mit ihrer neuesten Produktion die Herzen von Groß und Klein! Das engagierte Team um hat schier Unglaubliches geschafft, denn pandemiebedingt musste diese neue Produktion mehrfach verschoben werden und mit Unsicherheiten kämpfen.
Obwohl virtuelle Räume die vielen Dimensionen eines gemeinsames (Er)arbeiten in Präsenz nicht bieten können, wurden sie genutzt. Tanzen und Proben wurden rasch via Zoom angeboten, bewegungshungrig aufgenommen und trotz der sinnlichen Begrenztheit unermüdlich weitergeführt. Das Online-Training wurde zum fixen Bestandteil der Woche und bot Strukturierung, Abwechslung und Zielsetzung. Die jugendlichen und erwachsenen TänzerInnen entwickelten dadurch neue Medienkompetenzen, die sie auch anderweitig nutzen konnten. Ab dem Moment, in dem persönliches Begegnen wieder möglich war, wurde intensiv geprobt. Die Überbrückung des Lockdowns und alle die damit verbundenen Anstrengungen haben sich wahrlich gelohnt:
An den strahlenden Sommertagen und –abenden des 26. und 27. Juni 2021 lösten Christine Kortschak und Magdalena Tichy als Alice in abenteuerlichen Begegnungen das Rätsel der emotionalen Kälte der Herzkönigin. Mit Hilfe aller TänzerInnen, die persönliche Ideen und Wünsche in phantasievollen Szenen realisieren konnten, brachten sie ihr die verlorene Herzenswärme zurück! Diese wird in Krisenzeiten umso mehr benötigt, um Spaltung, Ausgrenzung und Ängsten vorzubeugen.
Daher haben uns die die Masterminds Hana Zanin Pauknerová und Attila Zanin mit dieser Produktion ein riesengroßes Geschenk gemacht und ins Rote (Herz, Liebe, Freude,…) getroffen!
Karin Lebersorger, Kinder- und Jugendlichenpsychologin