Performance-Demo „Respekt für den Tanz“

Kirin und Simon traten für „Ich bin O.K.“ bei der Performance-Demo „Respekt für den Tanz“ auf.
Ich bin O.K.

„Die freie Tanzszene Österreichs ist von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise besonders stark betroffen. Monatelange Betretungsverbote für Studios, Probenräume, Theater sowie abgesagte Projekte und Kurse haben viele TänzerInnen, Choreografinnen, Tanzlehrende und Studiobetreiber vor nie dagewesene Herausforderungen gestellt“, sagt Nadja Puttner von der Initiative Tanz- & Bewegungskunst Österreich, die deswegen gemeinsam mit vidaflex, der Gewerkschaftsinitiative für EPU und Neue Selbstständige, veranstaltet hat. Zwischen 31. August und 2. September sind mehr als 300 TänzerInnen Am Gestade in Wien aufgetreten. Außerdem gab es Workshops zum Mitmachen für Kinder und Erwachsene. „Wir denken, dass eine ‚tanzende‘ Demonstration am besten zeigt, wer wir sind und was wir können, und vor allem wie vielfältig die Szene ist“, so Puttner weiter.

Für „Ich bin O.K.“ traten Kirin und Simon auf.

Die Corona-Krise habe die ohnehin bereits schwierige Situation für die freie Tanzszene noch weiter verschärft, wie Christoph Lipinski von vidaflex betont: „Corona hat Probleme an die Oberfläche gebracht, die davor eher unterschwellig präsent waren.“ Grund dafür sind die in der freien Szene üblichen Misch-Beschäftigungsverhältnisse der Aktiven, wodurch sie nicht Mitglieder der Wirtschaftskammer (WKÖ) und somit von Infos und Support ausgeschlossen sind. „Die Gleichgültigkeit, mit der die Regierung die freie Tanzszene und die Tanzstudios behandelt, muss aufhören. Die Regierung muss endlich einsehen, dass die herkömmlichen Kommunikationsträger wie WKÖ oder Musikrat für die freie Tanzszene keine Multiplikatoren oder Interessensvertreter sind“, sagt der vidaflex-Experte und fordert die gerechte Verteilung von Fördergeldern sowie mehr Mitspracherecht von Vertreterinnen und Vertretern der freien Tanzszene und der Tanzstudios bei Regierungsverhandlungen, die den Tanz und seine Lehre betreffen, sowie eine bessere soziale Absicherung für Tanzschaffende aller Bereiche.

Die Demonstration soll darüber hinaus auch dafür sorgen, dass der Bereich Tanz in der Öffentlichkeit aber auch innerhalb der Künste sowie abseits der großen Institutionen stärker wahrgenommen wird. „Ich wünsche mir mehr Solidarität der etablierten Häuser und großen Institutionen gegenüber der freien Tanzszene und den Tanzstudios“, schließt Puttner.

Mit „Alice im Wünsche-Land“ wurde wieder einmal bewiesen, was für künstlerische Talente es in unserem Land gibt, und wie wichtig es ist, diese zu fördern. Die Produktion war äußerst professionell und, mit den bunten Kostümen und Requisiten, fantastisch inszeniert.
Besonders beeindruckt hat mich natürlich das improvisatorische Talent unserer lieben „Grinsekatze“ Fiona, welche ja auch im echten Leben immer einen guten Spruch drauf hat.
Ein großes Kompliment an „Ich bin O.K.“, ein wirklich großartiger Verein, der sich für mehr Toleranz einsetzt. Dies liegt mir persönlich auch sehr am Herzen, da wir einige Menschen mit besonderen Bedürfnissen in unseren Unternehmen beschäftigen.
Mario Plachutta, Plachutta Restaurants

Die Tänzerinnen und Tänzer des inklusiven „Ich bin O.K.“-Tanzstudios berührten mit ihrer neuesten Produktion die Herzen von Groß und Klein! Das engagierte Team um hat schier Unglaubliches geschafft, denn pandemiebedingt musste diese neue Produktion mehrfach verschoben werden und mit Unsicherheiten kämpfen.
Obwohl virtuelle Räume die vielen Dimensionen eines gemeinsames (Er)arbeiten in Präsenz nicht bieten können, wurden sie genutzt. Tanzen und Proben wurden rasch via Zoom angeboten, bewegungshungrig aufgenommen und trotz der sinnlichen Begrenztheit unermüdlich weitergeführt. Das Online-Training wurde zum fixen Bestandteil der Woche und bot Strukturierung, Abwechslung und Zielsetzung. Die jugendlichen und erwachsenen TänzerInnen entwickelten dadurch neue Medienkompetenzen, die sie auch anderweitig nutzen konnten. Ab dem Moment, in dem persönliches Begegnen wieder möglich war, wurde intensiv geprobt. Die Überbrückung des Lockdowns und alle die damit verbundenen Anstrengungen haben sich wahrlich gelohnt:
An den strahlenden Sommertagen und –abenden des 26. und 27. Juni 2021 lösten Christine Kortschak und Magdalena Tichy als Alice in abenteuerlichen Begegnungen das Rätsel der emotionalen Kälte der Herzkönigin. Mit Hilfe aller TänzerInnen, die persönliche Ideen und Wünsche in phantasievollen Szenen realisieren konnten, brachten sie ihr die verlorene Herzenswärme zurück! Diese wird in Krisenzeiten umso mehr benötigt, um Spaltung, Ausgrenzung und Ängsten vorzubeugen.
Daher haben uns die die Masterminds Hana Zanin Pauknerová und Attila Zanin mit dieser Produktion ein riesengroßes Geschenk gemacht und ins Rote (Herz, Liebe, Freude,…) getroffen!
Karin Lebersorger, Kinder- und Jugendlichenpsychologin