Tag der Inklusion 2020

Ich bin O.K.

Zum europäischen Protesttag zur Inklusion von Menschen mit Behinderung präsentieren wir Videos von unseren TänzerInnen: „Ich bin O.K.“ ist gelebte Inklusion!

Hana Zanin Pauknerovas Botschaft zum Tag der Inklusion:
Gerade in diesen nicht leichten Zeiten haben die meisten zu spüren bekommen, wie wertvoll und wie schön es war, Zugang zu einem breiten kulturellen Angebot zu haben.
Diesen Zugang für alle, auch für Menschen mit Behinderung, frei zu machen, und weiter noch, diesen Menschen zu ermöglichen ihm zu gestalten und dadurch noch vielfältiger zu machen, war schon vor der Krise Ziel von „Ich bin O.K.“!
Diesen schöpferischen, tänzerischen Weg wollen wir auch gerade jetzt nicht verlassen.
Inklusion – die vollständige Teilhabe in allem Bereichen des Lebens – ist ein Menschenrecht, eine Selbstverständlichkeit für einen Gesellschaft, welche sich auf demokratische und humanistische Prinzipien beruft.
Wir dürfen auch in schweren Zeiten eine Diskriminierung von Menschen mit Behinderung auf Grund von Sparmaßnahmen nicht zulassen, oder dass sie keine Hilfeleistung bekommen!

Attila Zanins Gedanken zum Tag der Inklusion:
Vielfalt macht uns besonders.
Inklusion braucht Zeit, sie muss langsam wachsen.
Sie ist wichtig für eine bunte, tolerante Gesellschaft.

5. Mai: Tag der Inklusion

Am 5. Mai findet jährlich der europäische Protesttag zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen statt. Was bedeutet es eigentlich, mit einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung, einer Sinnesbehinderung, einer psychischen bzw. einer chronischen Krankheit oder mit mehrfachen Behinderungen zu leben und sich im öffentlichen Leben zu bewegen?

Inklusion beschreibt, dass alle Menschen in einer Gesellschaft in allen Lebensbereichen gleichberechtigt leben und selbst bestimmen können. Der Österreichische Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen hat sich zum Ziel gesetzt, dass behinderte und nicht behinderte Menschen miteinander aufwachsen, spielen, lernen, studieren, arbeiten, Freizeit gestalten, sich kulturell betätigen oder Sport betreiben.

Inklusion

  • Alle Menschen in einer Gesellschaft sind gleichberechtigt.
  • Menschen sind unterschiedlich, einer kann vom anderen lernen.
  • Es gibt keine Ausgrenzung.
  • Menschen mit Behinderungen werden von Anfang an anerkannt und sind selbstverständlich dabei.

Teilhabe

  • Alle Menschen sollen teilnehmen an der Bildung, am Arbeitsleben und der Freizeit, ebenso beim Wohnen in der Gemeinde.
  • Dabei soll jeder und jede so unterstützt werden, wie er oder sie es braucht.

Selbstbestimmung

  • Selbstbestimmung bedeutet, dass man Möglichkeiten zur Auswahl hat. Dann kann man das eigene Leben selbst gestalten.

Diese Bemühungen verzeichnen genauso Erfolge, wie Hindernisse und Gegenwind. Unbestritten wichtig ist es daher immer den Menschen zu sehen. Alle Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben Recht auf gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und auf ökonomische Selbstbestimmung.  

Isolation und Inklusion

Gerade in solch fortschreitend prägenden Zeiten wie durch Corona erleben viele zum ersten Mal, was es eigentlich bedeutet, nur eingeschränkt am öffentlichen Leben teilnehmen zu können. Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung, einer Sinnesbehinderung, einer psychischen bzw. einer chronischen Krankheit oder mit mehrfachen Behinderungen geht es oft so, weil es trotz aufrechter UN-Behindertenrechtskonvention noch viele Barrieren gibt. Als gemeinsames Ziel muss es ein zentrales Anliegen sein, Barrieren abzubauen – nicht nur bauliche, sondern auch Hürden in der Kommunikation, bei Haltungen und Vorurteilen, die zu Ausgrenzung und Benachteiligung führen. Denn nur gemeinsam lässt sich eine vollkommene Inklusion, Gleichberechtigung und Stärkung von Menschen mit Behinderungen sicherstellen. © ORF/Licht ins Dunkel