Tanzstudio – Konzept

Ich bin O.K.

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In unserem „Ich bin O.K.“ Tanzstudio, das aktuell über 100 Mitglieder fasst, bieten wir an sechs Tagen die Woche 20 Kurse verschiedener Tanzrichtungen an. Darunter z.B. Modern Tanz, Hip Hop Tanz, Breakdance/B Boying, Kindertanz, Musical Dance oder ein Kurs speziell für Rolli-TänzerInnen.

In diesen Kursen arbeiten ausgebildete  ChoreografInnen und TanzpädagogInnen gemeinsam mit Menschen mit und ohne Behinderung an der Weiterentwicklung künstlerischer Ausdrucksformen. Die TänzerInnen erlernen Techniken, die sie über das Semester weiter ausbauen können, erproben Choreografien, beteiligen sich an Aktivitäten die das Gemeinschaftsgefühl stärken und üben sich ebenso in freiem Tanz und Improvisation.

Wir bieten allen interessierten Tänzerinnen und Tänzern ab drei Jahren die Möglichkeit, erste künstlerische Erfahrungen auf ganz unterschiedlichem Niveau zu sammeln sowie bereits bestehendes tänzerisches Können in den entsprechenden Kursen zu erweitern. Unser pädagogisch künstlerisches Konzept orientiert sich dabei speziell an den individuellen Lebensumständen, Fähigkeiten und persönlichen Interessen der TänzerInnen. Von diesem Konzept profitieren die KünstlerInnen nicht nur auf der Bühne, sondern gewinnen auch für Ihr alltägliches Leben wichtige Fertigkeiten.

Tanzen in fähigkeitsgemischten Gruppen öffnet den Blick für individuelle Stärken aber auch für individuelle Unterstützungserfordernisse. Das Trainingsprogramm erfordert immer von Neuem flexible, differenzierte Gestaltung der Inhalte und der didaktischen Vorgangsweisen.

Darüber hinaus liegt der Fokus des Tanzstudios vor allem auch auf der gemeinschaftlichen Erarbeitung der Tanztheaterproduktionen, die immer abwechselnd mit der Dance Company in einem zweijährigen Rhythmus aufgeführt werden. Bei den Studioproduktionen sind die Tänzerinnen und Tänzer aller O.K.-Gruppen in die Gestaltung des Stückes aktiv mit eingebunden.

Eine intensive Auseinandersetzung mit dem leitenden Thema der Jahresproduktion wird gemeinsam mit den professionellen ChoreografInnen und PädagogInnen und den TänzerInnen übernommen.  So entwickelt sich innerhalb jedes Teams eine ganz individuelle Interpretation des Themas. Die vielfältigen Ideen zu Bewegungen und tänzerischen Ausdrucksformen werden schließlich zu einer gemeinsamen Choreografie zusammengefügt, wodurch ein Gesamtkunstwerk entsteht, das allen Beteiligten ein einzigartiges und authentisches Bühnenerlebnis ermöglicht.

Seit 2015 bieten wir für unsere Tanzstudiomitglieder Sommer.Tanz.Camps an. Der Tagesablauf ermöglicht ein sehr gezieltes und intensives Training, das sich schließlich auch in einer hochwertigen tänzerischen Leistung auf der Bühne äußert.

In allen unseren Produktionen, wählen wir die Themen, jeweils so aus, dass sie einerseits für die TänzerInnen selbst von Relevanz sind, andererseits aber auch aktuelle sozialkritische Gedanken vermitteln und einen deutlichen Gegenwartsbezug aufweisen. So haben wir uns bisher z.B. mit den möglichen negativen Konsequenzen technischer Innovationen auseinandergesetzt oder auch mit dem wahren Wert von Freundschaft, die zwischen ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten entstehen kann.

Neben den großen, abendfüllenden Tanztheaterproduktionen werden während der Kursstunden aber auch kleiner Choreografien erprobt, die die TänzerInnen des Tanzstudios bei jährlich etwa 15 Aufführungen innerhalb Österreichs bei Messen, Kongressen, Festen und unterschiedlichen öffentlichen Veranstaltungen präsentieren. Dabei versuchen wir aber im Laufe des Jahres die Auftritte zwischen Dance Company und Tanzstudio abzuwechseln und damit allen TänzerInnen kontinuierlich die öffentliche Präsentation ihres Könnens zu ermöglichen.

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Mit „Alice im Wünsche-Land“ wurde wieder einmal bewiesen, was für künstlerische Talente es in unserem Land gibt, und wie wichtig es ist, diese zu fördern. Die Produktion war äußerst professionell und, mit den bunten Kostümen und Requisiten, fantastisch inszeniert.
Besonders beeindruckt hat mich natürlich das improvisatorische Talent unserer lieben „Grinsekatze“ Fiona, welche ja auch im echten Leben immer einen guten Spruch drauf hat.
Ein großes Kompliment an „Ich bin O.K.“, ein wirklich großartiger Verein, der sich für mehr Toleranz einsetzt. Dies liegt mir persönlich auch sehr am Herzen, da wir einige Menschen mit besonderen Bedürfnissen in unseren Unternehmen beschäftigen.
Mario Plachutta, Plachutta Restaurants

Die Tänzerinnen und Tänzer des inklusiven „Ich bin O.K.“-Tanzstudios berührten mit ihrer neuesten Produktion die Herzen von Groß und Klein! Das engagierte Team um hat schier Unglaubliches geschafft, denn pandemiebedingt musste diese neue Produktion mehrfach verschoben werden und mit Unsicherheiten kämpfen.
Obwohl virtuelle Räume die vielen Dimensionen eines gemeinsames (Er)arbeiten in Präsenz nicht bieten können, wurden sie genutzt. Tanzen und Proben wurden rasch via Zoom angeboten, bewegungshungrig aufgenommen und trotz der sinnlichen Begrenztheit unermüdlich weitergeführt. Das Online-Training wurde zum fixen Bestandteil der Woche und bot Strukturierung, Abwechslung und Zielsetzung. Die jugendlichen und erwachsenen TänzerInnen entwickelten dadurch neue Medienkompetenzen, die sie auch anderweitig nutzen konnten. Ab dem Moment, in dem persönliches Begegnen wieder möglich war, wurde intensiv geprobt. Die Überbrückung des Lockdowns und alle die damit verbundenen Anstrengungen haben sich wahrlich gelohnt:
An den strahlenden Sommertagen und –abenden des 26. und 27. Juni 2021 lösten Christine Kortschak und Magdalena Tichy als Alice in abenteuerlichen Begegnungen das Rätsel der emotionalen Kälte der Herzkönigin. Mit Hilfe aller TänzerInnen, die persönliche Ideen und Wünsche in phantasievollen Szenen realisieren konnten, brachten sie ihr die verlorene Herzenswärme zurück! Diese wird in Krisenzeiten umso mehr benötigt, um Spaltung, Ausgrenzung und Ängsten vorzubeugen.
Daher haben uns die die Masterminds Hana Zanin Pauknerová und Attila Zanin mit dieser Produktion ein riesengroßes Geschenk gemacht und ins Rote (Herz, Liebe, Freude,…) getroffen!
Karin Lebersorger, Kinder- und Jugendlichenpsychologin