EU-Projekt ConnectUp, 2020–2024

Wir sind Partner von ConnectUp, einem EU-Projekt für ein Theater für jungen Menschen aus allen sozialen Schichten.
Ich bin O.K.

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„Ich bin O.K.“ wird in den nächsten fünf Jahren in dem EU-geförderten Projekt ConnectUp die Bemühungen um ein junges Publikum weiter ausweiten. In einem Europa, in dem die soziale und kulturelle Teilung immer weiter voranschreitet, suchen wir nach Begegnungen mit jungen Menschen und werden verschiedene Theaterprojekte für und mit ihnen schaffen. Dabei probieren wir neue Wege aus, zusammen mit anderen europäischen Theatern, für die die Arbeit mit Jugendlichen einen Schwerpunkt bildet. Dabei werden etwa 30 Theaterproduktionen und zahlreiche Workshops entstehen.

Unter professioneller Anleitung werden Menschen ab zwölf Jahren aller sozialen Schichten, kultureller Herkunft und mit unterschiedlichen Fähigkeiten, gemeinsam Erfahrungen mit Theater machen und dabei etwas von dem „Leben der Anderen“ erfahren.

The Lives of the Others – Theater für ein junges Publikum

ConnectUp ist ein umfangreiches Kooperationsprojekt, dem die Europäische Kommission im Rahmen ihres European Culture Funding Stream „Creative Europe“ eine Förderung bewilligt hat.

Für dieses Projekt haben sich 14 Partnern aus 10 Ländern – darunter Universitäten, Festivals und Theater – zusammengeschlossen. Die Projektleitung liegt bei der University of Agder, einer international ausgerichteten Universität in Kristiansand / Norwegen. 

ConnectUp versteht sich als eine internationale Kulturinitiative für die Zielgruppe Menschen ab zwölf Jahren, die dem Prozess der zunehmenden sozialen und kulturellen Teilung Europas entgegenwirken will. Mit dem Ziel der kulturellen Inklusion wollen wir Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich aktiv mit verschiedenen Nationalitäten, Kulturen und sozialen Gruppen auseinanderzusetzen, um offen für andere Menschen und deren Lebenserfahrungen zu werden. Wir und unsere Partner in ConnectUp sind überzeugt, dass die Jugendlichen durch eigene Erfahrungen das positive Potenzial eines partnerschaftlichen und verantwortungsvollen Lebens und Arbeitens in einer globalen Gesellschaft wahrnehmen und verstehen können. 

Union der Vielfalt

Elf Theater mit unterschiedlicher künstlerischer Expertise und einem Schwerpunkt in der Arbeit für junges Publikum, bündeln ihre Fähigkeiten in einer europäischen „Union der Vielfalt“ und planen eine umfangreiche Investition zur Entwicklung ihres Publikums. Der Überzeugung Nelson Mandelas „Niemand wird mit dem Hass auf einen anderen Menschen aufgrund von Hautfarbe, Herkunft oder Religion geboren …“ folgend, wollen die Theater und Festivals den sozialen und kulturellen Querschnitt der Gesellschaft innerhalb ihrer Zuschauerräume erreichen, indem sie das bestehende Publikum aus den Mittelschichten mit dem aus den Randgruppen der Gesellschaft zusammenführen. 

Unter professioneller Anleitung werden Jugendliche aus allen sozialen Schichten, mit unterschiedlichen Fähigkeiten und kulturellem Background gemeinsam Erfahrungen in Theaterprozessen zum Thema „Das Leben der Anderen“ machen.

Theatermediation

„Professionalisierung“ ist ein Schlüsselwort für die Teilnehmenden in ConnectUp: Die University of Agder (UiA) bietet – in enger Zusammenarbeit mit KOST – Kooperation Schule und Theater (an den Landesbühnen Sachsen) – eine zertifizierte duale Ausbildung zur „Theatermediation“ an. Die MediatorInnen (TheaterpädagogInnen) begleiten alle Prozesse mit Projekten, darunter zahlreiche Workshops und 30 Jugendproduktionen. Auf diese Weise werden die ConnectUp-Institutionen zu Orten, an denen sich alle Jugendlichen heimisch fühlen. 

Die Theater entwickeln rund 30 professionelle Cross-Over-Produktionen, die Mehrzahl davon als länderübergreifende Ko-Produktionen, die die Repertoires bereichern und auf 22 Festivals präsentiert werden. 

„Dass die Vermittlung von Theater und die Positionierung des Publikums im Zentrum der kreativen Prozesse der Schlüssel zum Projekt sind, wird als sehr positiv bewertet.“ (Zitat: International Jury, Evaluation Report) 

Das Projekt erhält den Höchstzuschuss von 2.000.000 € (48% des Gesamtbudgets) und läuft von 2019 bis 2024. 

Die ConnectUp-Partner

www.connect-up.eu 

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Mit „Alice im Wünsche-Land“ wurde wieder einmal bewiesen, was für künstlerische Talente es in unserem Land gibt, und wie wichtig es ist, diese zu fördern. Die Produktion war äußerst professionell und, mit den bunten Kostümen und Requisiten, fantastisch inszeniert.
Besonders beeindruckt hat mich natürlich das improvisatorische Talent unserer lieben „Grinsekatze“ Fiona, welche ja auch im echten Leben immer einen guten Spruch drauf hat.
Ein großes Kompliment an „Ich bin O.K.“, ein wirklich großartiger Verein, der sich für mehr Toleranz einsetzt. Dies liegt mir persönlich auch sehr am Herzen, da wir einige Menschen mit besonderen Bedürfnissen in unseren Unternehmen beschäftigen.
Mario Plachutta, Plachutta Restaurants

Die Tänzerinnen und Tänzer des inklusiven „Ich bin O.K.“-Tanzstudios berührten mit ihrer neuesten Produktion die Herzen von Groß und Klein! Das engagierte Team um hat schier Unglaubliches geschafft, denn pandemiebedingt musste diese neue Produktion mehrfach verschoben werden und mit Unsicherheiten kämpfen.
Obwohl virtuelle Räume die vielen Dimensionen eines gemeinsames (Er)arbeiten in Präsenz nicht bieten können, wurden sie genutzt. Tanzen und Proben wurden rasch via Zoom angeboten, bewegungshungrig aufgenommen und trotz der sinnlichen Begrenztheit unermüdlich weitergeführt. Das Online-Training wurde zum fixen Bestandteil der Woche und bot Strukturierung, Abwechslung und Zielsetzung. Die jugendlichen und erwachsenen TänzerInnen entwickelten dadurch neue Medienkompetenzen, die sie auch anderweitig nutzen konnten. Ab dem Moment, in dem persönliches Begegnen wieder möglich war, wurde intensiv geprobt. Die Überbrückung des Lockdowns und alle die damit verbundenen Anstrengungen haben sich wahrlich gelohnt:
An den strahlenden Sommertagen und –abenden des 26. und 27. Juni 2021 lösten Christine Kortschak und Magdalena Tichy als Alice in abenteuerlichen Begegnungen das Rätsel der emotionalen Kälte der Herzkönigin. Mit Hilfe aller TänzerInnen, die persönliche Ideen und Wünsche in phantasievollen Szenen realisieren konnten, brachten sie ihr die verlorene Herzenswärme zurück! Diese wird in Krisenzeiten umso mehr benötigt, um Spaltung, Ausgrenzung und Ängsten vorzubeugen.
Daher haben uns die die Masterminds Hana Zanin Pauknerová und Attila Zanin mit dieser Produktion ein riesengroßes Geschenk gemacht und ins Rote (Herz, Liebe, Freude,…) getroffen!
Karin Lebersorger, Kinder- und Jugendlichenpsychologin